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Heizungsanlagen Verordnung - Übergangsfrist läuft abDie Funktion des Schornsteins basiert auf dem Kamineffekt. Er erzeugt einen Auftrieb durch die im Vergleich zur umgebenden Luft leichtere Gassäule. Die geometrischen Parameter Höhe und lichte Weite des Schornsteins müssen deshalb auf die zu fördernde Gasmenge und ihre Temperatur abgestimmt sein.

Ab 1.November 2004 müssen alle in Deutschland installierten Heizungsanlagen die seit dem 1.Januar 1998 geltenden Anforderungen der BundesImmissionsschutzverordnung (1.BImSchV) erfüllen. Damit entfallen sämtliche Übergangsregelungen. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung legt die Grenzwerte für die Abgasverluste von Heizungsanlagen fest. Ihr Ziel ist es, Energieverluste und Schadstoffausstoß bei der Erzeugung von Raumwärme zu reduzieren. Entscheidende Kriterien, ob eine Heizungsanlage den Anforderungen entspricht, sind die sog. Abgasverluste. Sie dürfen bei einer Anlage mit einer Nennwärmeleistung von 4 bis 25 kW elf Prozent nicht überschreiten. Bei Heizsystemen mit einer Nennwärmeleistung über 25 bis zu 50kW beträgt der Grenzwert zehn Prozent, bei Anlagen mit einer noch höheren Nennwärmeleistung sinkt er auf neun Prozent. Bei Ölheizungen kommt es darüber hinaus noch auf die Russzahl an. Ob eine Heizungsanlage diese Grenzwerte einhält, stellt der Schornsteinfeger durch eine Messung fest. Die Ursache für zu hohe Abgasverluste kann beispielsweise in einem verschmutzten oder falsch eingestellten Brenner oder einem zu hohen Schornsteinzug liegen. In diesem Zusammenhang ist in den meisten Fällen auch eine Sanierung des Heizungsschornsteines erforderlich. In den meisten Fällen ist der Grund jedoch ein veralteter Heizkessel. Dies betrifft vor allem Heizkessel (bis etwa Baujahr 1980), die mit einer konstanten Kesseltemperatur arbeiten. Diese haben immer dann einen schlechten Wirkungsgrad, wenn die volle Heizleistung nicht benötigt wird - und das ist der Regelfall. In diesen Fällen hilft der Austausch gegen einen modernen Gas- Niedertemperatur- oder Brennwertkessel. Dieser passt seine Leistung automatisch dem aktuellen Bedarf an. Durch seine hohe Effizienz amortisiert sich diese Investition innerhalb weniger Jahre.

Die Funktion des Schornsteins basiert auf dem Kamineffekt. Er erzeugt einen Auftrieb durch die im Vergleich zur umgebenden Luft leichtere Gas Säule. Die geometrischen Parameter Höhe und lichte Weite des Schornsteins müssen deshalb auf die zu fördernde Gasmenge und ihre Temperatur abgestimmt sein. Die Strömung des Gases erzeugt durch den Bernoulli'schen Effekt im Kamin einen niedrigeren Luftdruck, der verhindert, dass Rauchgase aus Feuerstätten in die Wohnbereiche dringen. Der Schornstein muss also gegenüber angrenzenden Räumen nicht gas dicht sein. Die Ausführung muss jedoch so sein, dass der Wind nicht in den Kamin drücken kann. Um zu verhindern, dass dem Ofen oder den Räumen, in denen er steht, auch außerhalb Feuerungsphasen kontinuierlich warme Luft entzogen wird, muss eine Rauchgasklappe installiert oder die Luftzufuhr eines luftdichten Ofens anderweitig gesperrt werden. Da moderne mit Ventilatoren betriebenen Lüftungen in Bad und Dunstabzugshauben in der Küche die Auftriebskraft eines Schornsteins bei weitem übertreffen, könnten sie die Abgase rückwärts durch den Ofen in die Zimmer ziehen und eine Kohlenstoffmonoxid Intoxikation auslösen. Daher darf in Wohnungen mit Ventilator Lüftung ein Ofen oder Kamin nur mit entsprechendem Zuluft Schacht betrieben werden. Der Zuluft Schacht muss seinerseits für die Betriebspausen verschließbar sein, um ein Abzug der Warmluft zu vermeiden. Moderne häusliche Warmwasserheizungen mit Niedertemperatur- und Brennwerttechnik haben für den Betrieb des Schornsteins nicht mehr ausreichend hohe Abgastemperaturen für die Vermeidung von Kondensat. Die Abgase erreichen ihren Taupunkt innerhalb des Schornsteins und kondensieren an der Wandung. Diese ist dann wasserdicht aus widerstandsfähigem Material wie Keramik oder Edelstahl zu erstellen, um ein Durchschlagen des aggressiven Kondensats durch das Mauerwerk zu vermeiden. Werden die Abgastemperaturen so niedrig, dass ein ausreichender Auftrieb ausbleibt, wird ein Lüfter eingesetzt, um die Gase durch Über- oder Unterdruck zu fördern, was Auswirkung auf die Ausführung des Feuerraumes und/oder der "Abgasleitung" hat (Gasdichtigkeit). Wegen seiner sicherheitsrelevanten Funktion in häuslichen Feuerstätten ist der Schornstein wie die Abgasleitung baurechtlich abnahmepflichtig. Die Abnahme und Überprüfung wird in Deutschland durch den Schornsteinfeger oder Kaminkehrer durchgeführt.

Etymologie
Die Herkunft des Wortes lässt sich sprachgeschichtlich wie folgt belegen: ahd. scorrenstein, mittelhochdeutsch schor-, schorn-, schürstein. Der erste Teil des Kompositums ist belegt mit mnd. schor(e) und dem Verb ahd. scorren (emporragen) mhd. schorren (schroff hervorragen). Schornstein ist somit wohl ursprünglich der Stützstein, auf dem sich der Rauchabzug erhebt. Bereits in früher Zeit wurde es jedoch in der Bedeutung "Feuerstelle, Ofen, Herd" verwendet. In anderen Sprachgebieten als dem Norddeutschen verwendet man eher Rauchfang, Esse, Kamin, Schlot. Heute ist Schornstein die Leitvariante, die zunehmend die anderen Begriffe ersetzt.

Sc
hornstein-Typen Folgende Hausschornsteine sind in Europa gängig: Dreischalige Schornsteine bestehend aus Mantelstein, Dämmung und Innenrohr Zweischalige Schornsteine bestehend aus Schacht mit Innenrohr doppelwandige Edelstahlschornsteine (dreischalig) Einschalige Schornsteine bestehend aus einem mineralischem Schacht. Der hauptsächlich verwendete Typ ist der dreischalige; dieser Schornsteintyp wird seit über 35 Jahren eingesetzt. Er ist wärmedämmend, feuchteunempfindlich und einfach aufzubauen. Durch die Dämmung bleibt die Abgaswärme erhalten und der Unterdruck wird vergrößert. Zweischalige Schornsteine werden zunehmend eingesetzt als Abgasleitung oder dort wo mit Überdruck Abgase aus dem Haus geleitet werden müssen. Raumluftunabhängige Heizgeräte werden meistens an einem zweischaligen Schornstein angeschlossen, bei dem der Zwischenraum zwischen Schacht und Innenrohr als Zuluftschacht verwendet wird. Diese Schornsteinsysteme werden auch LAS-Schornstein genannt. Neuerdings sind wegen der Energieeinsparverordnung bei Öfen und Kaminen auch raumluftunabhängige Geräte im Handel; diese werden dann an dreischaligen LAS-Schornsteinen angeschlossen. Der Ofen bezieht dann seine Verbrennungsluft durch den Zuluftschacht des Schornsteins von außen, statt sie wie normale Öfen dem Aufstellraum zu entnehmen. Dadurch kann die Gebäudehülle luftdicht erstellt werden, wie es die EnEV fordert. Eine besondere Schornstein-Bauart ist die Russische Röhre. Diese Bauform ist seit Ende des 19. Jahrhunderts (nach russischem Vorbild?) in Deutschland üblich. Sie zeichnet sich durch einen engen Querschnitt und daraus folgend kräftigen Zug aus. Dies ermöglichte den Anschluss weiter entfernt stehender Öfen mit langen Ofenrohren. Zugleich stieg mit dem kräftigen Zug die Gefahr von Funkenflug über Dach. Russische Röhren sind daher im Allgemeinen erst nach Durchsetzung der harten Dachdeckung (Ziegel, Stein) eingeführt worden. Die ältere Schornsteinbauweise in Deutschland hat einen größeren Querschnitt und ist vom Schornsteinfeger besteigbar. Durch den großen Querschnitt ist der Zug geringer und Funken sind erloschen, bis sie über Dach gelangt sind. Solche Schornsteine waren bei weicher Deckung (Stroh, Reet) ungefährlich. Der Schornstein einer Dampflokomotive ist schwach kegelig ausgebildet und besteht aus Gusseisen; er stützt sich mit einem angegossenen Flansch auf den Rauchkammermantel und ragt tief in die Rauchkammer hinein; unten ist er mit einem Kragen versehen, der das Absaugen der Rauchgase begünstigt. Der über die Dachfläche stehende Teil des Schornsteins nennt sich Schornsteinkopf.  Schornsteine in Kraftwerken und der Industrie Insbesondere Kraftwerk- und Industrieschornsteine werden in der Höhe so dimensioniert, dass sie das meist umweltschädliche Abgas weitgehend verdünnen und von den Höhenwinden verteilen lassen, bevor es wieder auf den Boden sinkt. Ihre Höhe wird zudem daran bemessen, eine eventuell vorhandene Inversionsschicht zu durchstoßen. Sie werden meist zweischalig ausgeführt: Eine äußere Schale aus Beton, die als Tragwerk für die Belastungen auf den Schornstein dient, Eine innere Schale, welche die Rauchgase führt und aus gegen Säureangriff chemisch beständigem Material besteht. Die Austrittsgeschwindigkeit des Rauchgases aus dem Schornsteinkopf beträgt bei Kohlekraftwerken bis zu 20 Meter pro Sekunde. Hohe Schornsteine sind mit Flugsicherungslampen ausgerüstet und tragen in vielen Ländern (in Deutschland jedoch nur selten) auch im oberen Teil einen rot-weißen Warnanstrich für den gleichen Zweck tagsüber.